Kriminalromane

Von Uwe Wittenfeld

Mauerzwillinge
Eine Reise nach Dresden

Der Raddampfer gleitet fast lautlos elbabwärts. Die Touristen an Bord erfreuen sich am Anblick des idyllischen Elbtals und genießen das sonnige Wetter. Als der Dampfer aus dem Schatten des Blauen Wunders, einer Brücke, die seit 117 Jahren die Dresdner Stadtteile Loschwitz und Blasewitz verbindet, wieder auftaucht, wird die Idylle mit einem dumpfen Schlag zerstört. Eine Frau lag tot in einer Blutlache auf dem  Dach des Vorderdecksalons. Bei einer Fallhöhe von weniger als fünf Metern sicherlich ein ungewöhnlicher Ort für einen Suizid.

Zur Beerdigung kommt ihr ehemaliger Lebenspartner und sein Freund aus dem Ruhrgebiet nach Dresden. Zusammen mit der Zwillingsschwester der Toten versuchen sie die Hintergründe des Unglücks aufzuklären. Dabei stoßen sie auf ein Geflecht von Lügen und Intrigen, die weit in die Zeit zurückreichen, als eine fast unüberwindbare Mauer Deutschland in zwei Teile teilte und der Kalte Krieg Europa beherrschte.

Überarbeitete 2. Auflage.
Die erste Auflage erschien 2014 beim AAVAA-Verlag.
Format (12*19) mit 16 Fotos. 360 Seiten

  • Taschenbuch: ISBN: 978-3-7528-2139-0   13,00 €
  • eBook (ohne Kopierschutz) im ePub-Format: ISBN 978-3-7528-2601-2   7,99 €

    Buchbesprechung von Uwe Rennicke bei litterae-artesque.

Warum Dresden?
Ich habe Dresden kurz nach dem Mauerfall auf einer Dienstreise kennengelernt und war schon damals fasziniert, auch wenn der größte Teil der Frauenkirche noch in nummerierten Einzelteilen in einem Stahlregal lag. Mittlerweile vergeht kein Jahr ohne mehrere längere Aufenthalte. Welche Stadt wäre besser als Handlungsort für das Thema dieses Romans geeignet. 
Ich werde  häufig gefragt, wie ich denn als „Wessi“ überhaupt wissen könne, wie es zu DDR-Zeiten im Osten war. Vor allem die Dresdner selbst sind in dieser Hinsicht sehr kritisch. Die geschichtlichen Zusammenhänge kann man natürlich recherchieren, für das Altagsleben gibt es tausende von Zeitzeugen. Die muss man nur fragen, einige zumindest. Manche dieser Gepräche haben schon gedauert, bis die Beleuchtung im Biergarten ausgeschaltet wurde. 
Was mich in letzter Zeit in Dresden allerdings ziemlich stört, sind die öffentlichen Auftritte der ewig Gestrigen. Der Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden ist in manchen Teilen Deutschlands schlichtweg „zum Kotzen“. Ich habe Freunde mit einem sogenannten „Migrationshintergrund“, die nicht freiwillig nach Sachsen fahren würden. Traurig, aber wahr.

Ruhrzaster
Olga Paschkes erster Fall.

Die Versuchung ist groß, die beiden Sicherheitsexperten können ihr nicht widerstehen. In einer Schweizer Bank kopieren sie die Daten aller deutschen Anleger, die ihr Geld am Finanzamt vorbeigeschmuggelt haben. Ihr Deal fliegt auf, sie können aber rechtzeitig fliehen. Ausgerechnet nach Bochum. In die Stadt, in der die Firma residiert, deren Geschäftsmodell die Minimierung von Abgaben an den Fiskus mithilfe der bestohlenen Bank ist. Auf beide Geschäftsführer dieser Firma werden Mordanschläge verübt. Die Inhaberin überlebt mit viel Glück, ihr Partner wird erschossen. Die Staatsanwaltschaft übernimmt den Fall, aber auch der Bundesnachrichtendienst mischt mit. 
Währenddessen erschüttert ein Korruptionsskandal mit bisher unbekannten Ausmaßen das Ruhrgebiet.
Olga Paschke hatte sich ihren ersten Fall als Privatdetektivin etwas weniger spektakulär vorgestellt.

 »Ja, die Frau Paschke. Immer wenn ich Sie treffe, ist gerade jemand ermordet worden. Lassen Sie das nicht zur schlechten Gewohnheit werden.«
»Ich  mache  Ihnen  ein  Angebot,  das  Sie  nicht  ablehnen können.«
»Nur weil du dich mit deiner Liebsten unter Palmen vergnügst, bleibt das Leben im Ruhrpott nicht stehen.«
»Schauen  Sie  diese  harmlos  aussehende  Frau  an.  Lassen Sie sich nicht täuschen, ihre Fassade ist nur Tarnung für das Monster, das in ihr steckt.«

Taschenbuch: 300 Seiten, Format 12*19 cm, ISBN: 978-3-947848-06-5    € 13,00 
 
Besprechung von Uwe Rennicke bei litterae-artesque

Ruhrzaster ist am 1. November 2016 bei smp Gaislingen erschienen, im April 2019 erschien die überarbeitete 2. Auflage im Ruhrkrimi-Verlag.

Ruhrspione
Olga Paschkes zweiter Fall.

Die Stasi im Ruhrgebiet über ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall? Das kann doch nicht sein! Olga Paschke, Privatdetektivin aus Bochum, und ihre Mitarbeiter werden schnell eines Besseren belehrt. Sie erhalten einen Auftrag, indem es zunächst nur um einen mysteriösen Autounfall geht. Ein Bochumer Ehepaar, das eine Kunstgalerie in Düsseldorf betreibt, kommt dabei ums Leben. Als sie jedoch auf verschwundene Kunstwerke aus DDR-Zeiten stoßen, stecken sie mittendrin in den Machenschaften ehemaliger Mitarbeiter der Staatssicherheit.

Ich dachte, Olga wollte uns auf den Arm nehmen oder einen schlechten Scherz machen. »Olga? Du hast gerade Stasi gesagt.«
»Ja, habe ich. Du weißt, dass ich damit keine Witze mache.«
»Du willst uns erzählen, die Staatssicherheit der DDR hat eine Kunstgalerie an der Kö in Düsseldorf gegründet?«
»Genau so ist es, Hugo. Die Kunstwerke haben sie gleich mitgeliefert.«

Taschenbuch: 300 Seiten, Format 12*19 cm, ISBN 978-3-947848-00-3, Preis: 13.- €
Großdruck: 376 Seiten, Format 14,5*21 cm, weißes Papier ISBN 978-3-947848-02-7, Preis: 14.- €
eBook: Format ePub, DRM: Wasserzeichen, ISBN 978-3-947848-01-0, Preis: 7,49 €

Ruhrspione ist im September 2018 im Ruhrkrimi-Verlag Mülheim erschienen.

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